1.

Bis zum Schuleintritt muss jedes Kind Deutsch können

Von den 22.000 Schulanfängern dieses Schuljahr in Wien mussten rund 11.000 als außerordentliche Schüler eingestuft werden. Das heißt, dass die Hälfte der 6-Jährigen Kinder zum Schuleintritt so schlecht Deutsch können, dass sie nicht einmal den Lehrer verstehen. Zwei Drittel davon sind hier geboren und 80 % waren mindestens zwei Jahre im Kindergarten. Diesen Rückstand holen die meisten Kinder nie wieder auf.

Oberste Priorität der Wiener Bildungspolitik muss sein, Kindern Deutsch vor der Schule beizubringen. Mit unserem 7-Punkte-Deutschförderplan geben wir ein klares Versprechen ab:

In 5 Jahren kann jedes Kind, das hier geboren wird, bis zum Schuleintritt Deutsch.

Die Deutschförderung in den Kindergärten muss neu aufgestellt werden. Je früher Kinder mit Deutschdefiziten in den Kindergarten kommen, desto besser lernen sie Deutsch. Dafür braucht es am Beispiel anderer europäischer Länder Sprachtests und eine damit einhergehende Kindergartenpflicht für 3-Jährige mit Deutschdefiziten.

Wir brauchen kleinere Gruppen und deutlich mehr Deutschförderkräfte. Derzeit kommen auf über 20.000 Kinder mit Deutschförderbedarf nur 300 Vollzeitkräfte. Bei einem Verhältnis von etwa 80 Kindern mit nachgewiesenen Deutschproblemen auf 1 Deutschförderkraft ist das Scheitern logische Konsequenz. Wenn Kindergärten und Kindergruppen schlechte Deutschkenntnisse vermitteln, ist die weitere Zusammenarbeit und Förderung streng zu überprüfen. Außerdem muss klar sein: Wer mit Kindern arbeitet, muss auch selbst Deutsch können. Deswegen C1-Niveau auch für Assistenzpersonal.

2.

Perspektive durch Ausbildung statt Abhängigkeit von Mindestsicherung

Wer nicht ordentlich Lesen, Schreiben und Rechnen kann, hat keine Chancen am Arbeitsmarkt. Tausende Jugendliche jedes Jahr kommen aus der Mittelschule und landen direkt in der Abhängigkeit von Sozialleistungen. Mit fast 20 % der 15- bis 24-Jährigen hat Wien die höchste Jugendarbeitslosigkeit im gesamten deutschsprachigen Raum. Tausende Jugendliche rutschen jedes Jahr ohne Perspektive aus der Schule in die Mindestsicherung oder sogar in die Kriminalität. Diese Abwärtsspirale für unser Wien müssen wir sofort beenden.

Kein Schüler darf aus der Pflichtschule kommen ohne die Bildungsziele erreicht zu haben. Ohne Sprachrückstände als Startballast muss in der Pflichtschule ein Fokus auf die Grundfertigkeiten gelegt werden. Es braucht das nötige Unterstützungspersonal, vollen Rückhalt für die Lehrerinnen und Lehrer in unserer Stadt vor allem müssen alle Lehrerressourcen im Klassenzimmer ankommen. Der jahrzehntelange zweckentfremdete Einsatz von hunderten Lehrerplanstellen in Wien muss ein Ende nehmen. So ist zum Beispiel Ex-Ministerin Heinisch-Hosek als Lehrerin angestellt ohne eine Sekunde zu unterrichten.

In Wien ist seit Jahren linker politischer Wille alle Leistungen nach unten zu nivellieren. AHS-Unterstufen werden immer öfter als Wiener Mittelschule und damit als versteckte Gesamtschule geführt. Dabei brauchen wir mehr Differenzierung und mehr Förderung von Begabungen statt linkem Einheitsbrei. Ich setze mich für den Erhalt des echten Gymnasiums ein und fordere mit Maßnahmen wie der Ausweitung vom Begabungssiegel und damit verbundenen Zusatzmitteln auch die Förderung von begabten Kindern.

3.

Chancen statt Schulden für die nächsten Generationen

Der Schuldenberg in Wien wächst ins Unermessliche und die nächsten Generationen werden die Misswirtschaft unter SPÖ-neos-Grün zurückzahlen müssen. Unter SPÖ und neos werden sich Wiens Schulden voraussichtlich von 7,8 auf 16,2 Milliarden mehr als verdoppeln. Diese Last wird unmöglich zu stemmen sein, wenn so weiter gewirtschaftet wird. Die Misswirtschaft und Steuergeldverschwendung auf Kosten der nächsten Generationen muss aufhören. Bauprojekte dürfen keine Milliardengräber mehr sein wie das Krankenhaus Nord, Förderungen und Stadtverwaltung müssen durchforstet werden. Schaffen wir keinen Turnaround, ist unsere Stadt bald Pleite.

Gleichzeitig brauchen wir sinnvolle Maßnahmen für die Zukunft finden wie eine unbürokratische Öffi-Jahreskarte für Studenten oder die Schaffung von neuen Lernplätzen in städtischen Büchereien. Der Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln bis in die Außenbezirke mit besserer Taktung. Das sind wichtige Meilensteine für die jungen Menschen in Wien.

In den letzten Jahren haben wir wichtige erste Schritte in diesen Bereichen erreicht. An der Universität Wien werden über 680 neue Lernplätze auf unseren Druck hin geschaffen. Die Strafenfalle bei den Semestertickets haben wir für tausende Studenten durch unsere Warnungen vor Hochschulen entschärft. Jetzt brauchen wir nachhaltige und dauerhafte Lösungen von der Stadt. Dafür will ich mich auch weiter einsetzen!

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